In Deutschland leiden rund 16 bis 20 Millionen Menschen an Allergien, am häufigsten an Heuschnupfen und Neurodermitis. Etwa 35 Prozent der Deutschen unter 60 Jahren leiden unter allergischem Schnupfen (Heuschnupfen). Dieser tritt vor allem im Frühjahr, wenn die Birken-, Hasel- und Erlenpollen durch die Luft fliegen, und im Sommer auf, wenn die Gräserpollen allen Heuschnupfen-Geplagten zu schaffen machen. In diesem Jahr ist die Birkenblüte bereits vorbei und die Gräserblüte hat schon begonnen. Das heißt: keine Ruhepause für Heuschnupfen-Patienten!
Aber Heuschnupfen ist keine Frage des Alters. Immer mehr ältere Menschen leiden daran. Und auch bei Kindern ist Heuschnupfen keine Bagatellerkrankung, sondern sollte so früh wie möglich behandelt werden. Wird das versäumt, kann sich die Allergie schlimmstenfalls zu einer Asthmaerkrankung ausdehnen. Um so wichtiger ist es, den fiesen Heuschnupfenattacken mit tränenden, juckenden Augen, laufender Nase und Niesreiz rechtzeitig vorzubeugen. Eine gezielte Prophylaxe ist z.B. durch die tagesaktuelle Abfrage der Pollenflugvorhersage möglich (Link zum Beitrag: Gezielte Prophylaxe durch Pollenflugvorhersage). Wichtig ist, dass Allergiker rechtzeitig auf einen plötzlichen Pollenansturm reagieren und somit die Belastung der allergischen Symptome im Alltag so gering wie möglich halten.
Auch die regelmäßige detaillierte Dokumentation der Beschwerden kann dabei helfen. Zeit also, mit einer möglichst lückenlosen Aufzeichnung der Allergiesymptome zu beginnen, die viele Informationen über den individuellen Krankheitsverlauf liefern kann. Mit unserem Allergi(e)n-Tagebuch können Sie Tag für Tag Buch führen.
Aktuelles - Gesundheitssurvey
Leider leiden immer mehr Kinder unter den typischen Heuschnupfen-Anzeichen wie tränende, juckende Augen, laufende Nase und Niesreiz wie ein aktuelles Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (Robert Koch-Institut) zeigt. 13% der untersuchten 0-17 Jährigen litten im letzten Jahr an Heuschnupfen.
Ursachen - veränderte Umwelt
Als Ursachen für die steigende Zahl von Allergikern werden neben verstärktem Pollenflug und Luftverschmutzung auch das schwache Immunsystem von Menschen in Großstädten vermutet. Durch den verringerten Kontakt mit Bakterien und Parasiten sei das Immunsystem weniger trainiert. Je öfter Kinder Infektionen ausgesetzt sind, desto geringer scheint die Allergiengefahr. Jüngere Geschwister sind aus diesem Grund oft besser gegen Allergien geschützt als Erstgeborene oder Einzelkinder. Besonders gefährdet scheinen auch Kinder mit allergischen Elternteilen zu sein.
Vorbeugung - selber handeln
Bei starkem Pollenflug sollten sich betroffene Kinder im Freien nicht körperlich verausgaben. Die ideale Zeit zum Lüften hängt von der Lage der Wohngegend ab: In ländlichen Gebieten ist der Pollenflug abends am geringsten. In der Stadt hingegen lüften Heuschnupfen-Geplagte am besten morgens zwischen 6 und 8 Uhr. Zudem sollte der Kontakt mit Zigarettenrauch sowie Katzen, Kaninchen oder Meerschweinchen vermieden werden. Hausstaubmilben als Allergieauslöser begegnet man am besten durch erhöhte Sauberkeit und durch den Verzicht auf Teppichböden.
Therapie - frühzeitig beginnen
Entgegen der allgemeinen Meinung ist Heuschnupfen keine Bagatellerkrankung, denn unbehandelt kann er sich u.a. zu Asthma entwickeln. "Atemwegserkrankungen sollten bei Kindern so früh wie möglich erkannt und behandelt werden", so Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Im Durchschnitt verursacht Heuschnupfen bei jedem betroffenen Schulkind vier Krankheitstage pro Jahr.
Gegen Heuschnupfen gibt es auch pflanzliche Medikamente, die gezielt gegen Juck- und Niesreiz wirken und zur Vorbeugung und Akut-Behandlung eingesetzt werden können. Hilfe in der Behandlung von Heuschnupfen bei Kindern bietet z.B. Klosterfrau Allergin für Kinder ab 12 Jahren - als besonders für Kinder angenehm einzunehmende Darreichungsform der Globuli, aber auch als Tropfen oder Tabletten erhältlich. Wenn auch Sie oder Ihre Kinder unter Allergien und Heuschnupfen leiden, finden Sie hier viele nützliche Informationen - damit Sie den Frühling genießen können.